netzeitung.dePresseschau: Merkel vertritt in China feste Werte

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Angela Merkel und Hu Jintao (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Angela Merkel und Hu Jintao
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mit ihrer Betonung der Menschenrechten ist Kanzlerin Merkel in China glaubwürdiger aufgetreten als ihr Vorgänger Schröder, kommentiert die Inlandspresse. China könne es sich aber immer noch leisten, den Westen hinzuhalten. .zwischentitel { font: bold 11px verdana, arial, helvetica, sans-serif; display: block; padding: 1px 3px 1px 3px; } «Saarbrücker Zeitung»: Deutschland sieht China realistischer «Bei Merkels Reise zeigte sich, dass sowohl die deutsche Euphorie über China als auch die Angst vor dem Land langsam einer realistischeren Einschätzung weichen, und das ist gut so. China beweist, dass zu einem nachhaltigen Wachstum immer auch Freiheit, Demokratie, Rechtsstaat und soziale Gerechtigkeit gehören. Wenn der politische und gesellschaftliche Überbau nicht stimmt, kann die Wirtschaft nicht gedeihen. Jedenfalls nicht auf Dauer.» «Braunschweiger Zeitung»: Merkel verkörpert feste Werte «Merkel vermittelt Glaubwürdigkeit durch feste Wertgebundenheit. Ihr Amtsvorgänger Gerhard Schröder hat sich in China ebenfalls für die Wahrung der Menschenrechte eingesetzt. Allerdings hinterließ er auf eine seltsame Weise stets den Eindruck, dass es in erster Linie ums Geschäft geht. Der Musterkoffer und die Auftragsbücher lagen gewissermaßen neben den Listen über Menschenrechtsverletzungen. Dieses in der Sache wohl falsche Bild konnte Schröder nicht aus der Welt räumen, zumal er unbeirrt für die Aufhebung des Waffenembargos gegen China warb.» «Landeszeitung»: Kritik am Reich der Mitte nimmt ab «China ist nicht nur ein Meister der Nachahmung, sondern hat auch eine unnachahmliche Diplomatie entwickelt. Seit Jahren nimmt mit dem Maß des wirtschaftlichen Aufschwunges das Maß an Kritik am Reich der Mitte ab. Westliche Politiker ernten schon Schulterklopfen, wenn sie Menschenrechte und Technologie-Diebstahl ansprechen. Merkel absolviert aber nur das Mindestmaß ihrer Pflicht. Und holt nach, was Schröder schuldig geblieben war (...). Aus der Tatsache, dass bei dessen Besuchen bessere Geschäfte besiegelt wurden als nun bei Merkel, kann man nicht zwingend ableiten, dass China die kritischen Anmerkungen der Kanzlerin abstraft. Noch weniger kann man aus dem Versprechen Wen Jiabaos, mehr zum Schutz des geistigen Eigentums zu tun, die Hoffnung auf Änderung ableiten.» «Westfalenpost»: Leidvolle Erfahrungen mit Produktpiraterie «Vorn steht das Thema Produktpiraterie, die deutsche Firmen 25 Milliarden Euro im Jahr kostet - leidvolle Erfahrungen hat auch der Armaturenhersteller Dornbracht aus Iserlohn gemacht. Kopiert wird alles, vom Medikament bis zu Autoteilen. Beste Absichten und feierliche Versprechungen der chinesischen Seite, Abhilfe zu schaffen, helfen nicht weiter. Hier ist das Abkommen mit der deutschen Textilindustrie ein wichtiger Schritt, um die gegenseitige Blockade durch Importquoten von europäischer Seite und Produktpiraterie von chinesischer zu überwinden. Dennoch dürfen sich deutsche Verbände nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Oft sitzen die Auftraggeber chinesischer Fälschungen selbst in Deutschland.» «Dresdner Neueste Nachrichten»: Peking rückt verbal von harter Linie ab «Bei Vorgänger Schröder wurden die heiklen Menschenrechtsfragen auf dem Altar der guten Handelskontakte geopfert. Auch für Merkel ist der Ausbau der deutsch-chinesischen Beziehungen mit dem Gravitationszentrum Ökonomie als Chefsache das wichtigste Ziel. Dass sie im Land des Lächelns auch schmerzhafte Themen wie Technologiediebstahl und Religionsfreiheit nicht aussparte, verdient Anerkennung. Und Peking spielt nicht den beleidigten Wirtschaftstiger, sondern rückt zumindest verbal von der harten Linie ab. Hoffentlich mehr als nur eine nette Geste traditionell höflicher Gastgeber.» «Rhein-Neckar-Zeitung»: China hält Gäste aus dem Westen hin «Geld deckt hundert Flecken zu, sagt das chinesische Sprichwort. Das gilt auch dann, wenn Angela Merkel in ihrer freundlichen Art mit dem Finger darauf zeigt: Produktpiraterie, Menschenrechte, Umweltzerstörung größten Stils, hemmungsloser Kampf um die globalen Rohstoffe. Am Ende zählen doch die getätigten Geschäftsabschlüsse. China ist sich seiner Position als kommender Weltmacht bewusst und kann es sich leisten, die Gäste aus dem Westen, die dort ihr Sprüchlein aufsagen, mit sehr vagen Versprechungen hinzuhalten.» (nz)

«Saarbrücker Zeitung»: Deutschland sieht China realistischer
«Bei Merkels Reise zeigte sich, dass sowohl die deutsche Euphorie über China als auch die Angst vor dem Land langsam einer realistischeren Einschätzung weichen, und das ist gut so. China beweist, dass zu einem nachhaltigen Wachstum immer auch Freiheit, Demokratie, Rechtsstaat und soziale Gerechtigkeit gehören. Wenn der politische und gesellschaftliche Überbau nicht stimmt, kann die Wirtschaft nicht gedeihen. Jedenfalls nicht auf Dauer.»

«Braunschweiger Zeitung»: Merkel verkörpert feste Werte
«Merkel vermittelt Glaubwürdigkeit durch feste Wertgebundenheit. Ihr Amtsvorgänger Gerhard Schröder hat sich in China ebenfalls für die Wahrung der Menschenrechte eingesetzt. Allerdings hinterließ er auf eine seltsame Weise stets den Eindruck, dass es in erster Linie ums Geschäft geht. Der Musterkoffer und die Auftragsbücher lagen gewissermaßen neben den Listen über Menschenrechtsverletzungen.

Dieses in der Sache wohl falsche Bild konnte Schröder nicht aus der Welt räumen, zumal er unbeirrt für die Aufhebung des Waffenembargos gegen China warb.»

«Landeszeitung»: Kritik am Reich der Mitte nimmt ab
«China ist nicht nur ein Meister der Nachahmung, sondern hat auch eine unnachahmliche Diplomatie entwickelt. Seit Jahren nimmt mit dem Maß des wirtschaftlichen Aufschwunges das Maß an Kritik am Reich der Mitte ab. Westliche Politiker ernten schon Schulterklopfen, wenn sie Menschenrechte und Technologie-Diebstahl ansprechen. Merkel absolviert aber nur das Mindestmaß ihrer Pflicht. Und holt nach, was Schröder schuldig geblieben war (...).

Aus der Tatsache, dass bei dessen Besuchen bessere Geschäfte besiegelt wurden als nun bei Merkel, kann man nicht zwingend ableiten, dass China die kritischen Anmerkungen der Kanzlerin abstraft. Noch weniger kann man aus dem Versprechen Wen Jiabaos, mehr zum Schutz des geistigen Eigentums zu tun, die Hoffnung auf Änderung ableiten.»

«Westfalenpost»: Leidvolle Erfahrungen mit Produktpiraterie
«Vorn steht das Thema Produktpiraterie, die deutsche Firmen 25 Milliarden Euro im Jahr kostet - leidvolle Erfahrungen hat auch der Armaturenhersteller Dornbracht aus Iserlohn gemacht. Kopiert wird alles, vom Medikament bis zu Autoteilen. Beste Absichten und feierliche Versprechungen der chinesischen Seite, Abhilfe zu schaffen, helfen nicht weiter.

Hier ist das Abkommen mit der deutschen Textilindustrie ein wichtiger Schritt, um die gegenseitige Blockade durch Importquoten von europäischer Seite und Produktpiraterie von chinesischer zu überwinden. Dennoch dürfen sich deutsche Verbände nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Oft sitzen die Auftraggeber chinesischer Fälschungen selbst in Deutschland.»

«Dresdner Neueste Nachrichten»: Peking rückt verbal von harter Linie ab
«Bei Vorgänger Schröder wurden die heiklen Menschenrechtsfragen auf dem Altar der guten Handelskontakte geopfert. Auch für Merkel ist der Ausbau der deutsch-chinesischen Beziehungen mit dem Gravitationszentrum Ökonomie als Chefsache das wichtigste Ziel. Dass sie im Land des Lächelns auch schmerzhafte Themen wie Technologiediebstahl und Religionsfreiheit nicht aussparte, verdient Anerkennung.

Und Peking spielt nicht den beleidigten Wirtschaftstiger, sondern rückt zumindest verbal von der harten Linie ab. Hoffentlich mehr als nur eine nette Geste traditionell höflicher Gastgeber.»

«Rhein-Neckar-Zeitung»: China hält Gäste aus dem Westen hin
«Geld deckt hundert Flecken zu, sagt das chinesische Sprichwort. Das gilt auch dann, wenn Angela Merkel in ihrer freundlichen Art mit dem Finger darauf zeigt: Produktpiraterie, Menschenrechte, Umweltzerstörung größten Stils, hemmungsloser Kampf um die globalen Rohstoffe. Am Ende zählen doch die getätigten Geschäftsabschlüsse. China ist sich seiner Position als kommender Weltmacht bewusst und kann es sich leisten, die Gäste aus dem Westen, die dort ihr Sprüchlein aufsagen, mit sehr vagen Versprechungen hinzuhalten.» (nz)