Vorbeugend war die Rostocker Innenstadt weitgehend für den privaten und öffentlichen Verkehr gesperrt worden. Passanten mussten sich Kontrollen gefallen lassen. Die Sperrungen stießen bei vielen Beteiligten auf Kritik. Die erwartete Gesamtzahl von bis zu 25.000 Demonstranten wurde unter anderem deshalb nicht erreicht. Die Polizei schätzte insgesamt 6000 Teilnehmer. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD sagte auf der DGB-Kundgebung, es sei wichtig, ein deutliches Zeichen gegen Rechts und für Toleranz zu setzen. Das Oberverwaltungsgericht Greifswald hatte vergangene Woche mit Abweisung eines Verbotsantrages die NPD-Veranstaltung ermöglicht und damit eine vorangegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts Schwerin bestätigt. Die NPD sei verfassungsrechtlich wie jede andere legale Partei zu behandeln, hieß es zur Begründung. (nz)