20. Mrz 2006 14:37
Die Hälfte aller Real- und Hauptschüler dürften nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbands durch den von Hessen geplanten Einbürgerungstest fallen. Zur Allgemeinbildung gehöre das abgefragte Wissen keineswegs.
Der Test wird indessen innerhalb der Union bereits als Vorbild für Prüfungen in anderen Ländern betrachtet. So betonte Brandenburgs CDU-Generalsekretär Sven Petke die Notwendigkeit eines strengen Einbürgerungstests in allen Bundesländern und bezeichnete den hessischen Fragenkatalog als «absolut geeignet», die Grundhaltung der Bewerber zu überprüfen. Die Grünen bezeichneten die Debatte über den Einbürgerungstest als «Ausgrenzungs- und Entmutigung» für Zuwanderer. Wichtiger sei, Spracherwerb und die Vermittlung unserer Kultur und Werteordnung, sagte Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck.