Merkel unterstützt Opposition in Weißrussland
Nach Angaben der Wahlleitung in Minsk hat der autoritär regierende Staatspräsident Alexander Lukaschenko mit 82,6 Prozent der Stimmen die Wahl gewonnen. Lukaschenkos Machtapparat hatte in den vergangenen Tagen gedroht, Protestkundgebungen gewaltsam aufzulösen und Teilnehmer wie «Terroristen» zu behandeln.
Steg sagte, die Wahlen hätten in dem «besonderen Umfeld» von Repressalien und Drangsalierungen stattgefunden. Die Kandidaten der Opposition verdienten Respekt und Hochachtung für ihr Engagement. Die Bundesregierung werde die Opposition weiter stützen.
Steg verwies auf Merkels jüngstes Treffen mit dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten Alexander Milinkewitsch, was von Außenminister Sergej Martynow als «Einmischung in innere Angelegenheiten» bezeichnet worden war.
FDP-Chef Guido Westerwelle nannte Lukaschenko den «letzten Diktator Europas», der sich in einer Scheinwahl habe bestätigen lassen. Westerwelle äußerte Respekt vor allen Weißrussen, die trotz der Drohungen gegen das Regime protestiert hätten. (nz)

