FDP-Minister will gegen Zwangsehen vorgehen
Gleichwohl ist die Frage berechtigt, ob das Nachzugsalter für so genannte Importbräute neu geregelt werden solle. «Mit dem Vorschlag von Herrn Schäuble könnte jetzt tatsächlich Bewegung in die Diskussion kommen», ist sich Goll sicher. «Ich würde mich hier auch nicht sperren.»
Schäuble hatte seine Überlegungen mit Verweis auf den Koalitionsvertrag begründet. CDU und SPD haben darin festgelegt, alle Möglichkeiten zu prüfen, wie Zwangsverheiratungen bekämpft werden können. Da Zwangsheiraten zunähmen plädiere er dafür, den Ehegattennachzug von «gewissen» Sprachkenntnissen abhängig zu machen und das Alter von 21 Jahren als Regelfall einzuführen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine erwachsene Frau, die ein bisschen Deutsch könne, sich dem Zwang widersetzen könne, sei viel größer als bei einem 14 Jahre alten Mädchen, so Schäuble.
Für das Web ediert von Dietmar Neuerer

