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CDU will in Großer Koalition Distanz zur SPD

20. Feb 2006 12:24
Roland Pofalla
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In den kommenden Jahren werde die CDU ihr Profil schärfen, sagte der neue Generalsekretär Pofalla auf einem Kleinen Parteitag. Das sei gerade in einer Großen Koalition notwendig.

Der neu gewählte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla hat eine Schärfung des Profil der CDU in den kommenden Jahren angekündigt. Zu Beginn des Kleinen Parteitags sagte Pofalla am Montag in Berlin, auch in der großen Koalition gelte es, «die Identität der CDU wahren». Dies betrachtet er auch als eine seiner Hauptaufgaben. Nach seinen Worten setzt die CDU trotz allen sachlichen Umgangs der Regierungspartner miteinander - von ihm «Koalitionshygiene» genannt - bei den kommenden Landtagswahlen auf Sieg.

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Der frühere stellvertretende Unions-Fraktionschef Pofalla wurde anschließend fast einstimmig zum neuen CDU-Generalsekretär gewählt. Der 46-jährige Jurist erhielt 76 von 79 Stimmen. Pofalla war von CDU-Chefin Angela Merkel vorgeschlagen worden. Pofalla ist der 11. Generalsekretär in der Geschichte der Union.

Neue Chancen

Der Generalsekretär nannte zwei Hauptaufgaben, vor denen er stehe. Zum einen gehe es darum, die erfolgreiche Arbeit der Bundesregierung unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu unterstützen. Wenn die Arbeit der Regierung erfolgreich sei, würden die Menschen in Deutschland neue Chancen erhalten, die sie in den sieben Jahren der Vorgängerregierung nicht gehabt hätten.

Zum anderen müsse deutlich werden, wo sich die CDU weiter von den Sozialdemokraten unterscheide. «Wir müssen die Identität der CDU wahren und in manchem Streit deutlich machen, warum wir zu anderen Ergebnissen kommen als die SPD», sagte Pofalla.

Mittel besser einsetzen

Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit kündigte Pofalla an, dass bis Jahresende alle arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen auf den Prüfstand sollen. 40 Milliarden Euro würden in diesem Jahr für die Arbeitslosigkeit und für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen ausgegeben. Es gehe daher nicht um mehr Geld. «Wir werden (Bundesarbeitsminister) Franz Müntefering daran messen, ob es ihm gelingt, die zur Verfügung stehenden Mittel zielgenauer und im Ergebnis erfolgreicher einzusetzen», sagte Pofalla. (nz)

 
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