Auch der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Philipp Mißfelder, meinte in der «Mitteldeutschen Zeitung», die CDU solle «wieder stärker auf das C setzen». Für eine Rückbesinnung auf ihre christlichen Wurzeln müsse die Partei Farbe bekennen. «In der Gentechnik müssen wir Grenzen setzen. Der Mensch darf nicht alles», sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete.Mißfelder mahnte auch in einem anderen Interview programmatische Korrekturen an. «Wir müssen unseren Freiheitsbegriff ergänzen», sagte er dem «Kölner Stadt-Anzeiger». «Wir müssen jenen mehr Aufmerksamkeit schenken, die sich als Verlierer der Globalisierung sehen, und dabei den sozialdemokratischen Begriff der Teilhabe für uns entdecken. Das kann etwa Kapitalbildung in Arbeitnehmerhand bedeuten.»
Saar-Ministerpräsident Peter Müller (CDU) hob die Bedeutung einer intensiven Debatte über das neue Grundsatzprogramm hervor. Er sagte dem «Handelsblatt» : «Natürlich wird die Union derzeit sehr stark über die Bundesregierung und damit über die Kompromisse in der Großen Koalition wahrgenommen. Die Union hat aber ein eigenes Profil, und das darf nicht verschwimmen.» Entscheidungen müssten sich «an unseren Grundsätzen messen lassen». CDU und CSU dürften sich auf dem «glänzenden Start» von Kanzlerin Merkel nicht ausruhen, sagte Müller. (nz)