19. Feb 2006 11:01
Als «Ohrfeige für Müntefering» hat Forsa-Chef Güllner die jüngsten Umfrageergebnisse bezeichnet. Kanzlerin Merkel hingegen kann sich über steigende Beliebtheit freuen.
Besonders schlecht ist das Image von Arbeits- und Sozialminister Müntefering in den ostdeutschen Ländern: Dort sind nur 26 Prozent sind mit seiner Arbeit einverstanden. Forsa-Chef Manfred Güllner bezeichnete das Ergebnis als «Ohrfeige für Müntefering». Es sei ein großer Fehler gewesen, dass er als SPD-Vorsitzender zurücktrat, sich aber trotzdem zum Vizekanzler habe wählen lassen: «Diese Inkonsequenz wird ihm jetzt angelastet.»Am besten hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) abgeschnitten. 70 Prozent der Befragten sind mit ihrer Arbeit zufrieden, nur 23 Prozent sind es nicht. Insgesamt wird die Regierung von den CDU-Anhängern besser beurteilt als von den SPD-Anhängern, sagte Güllner.
Hinter der Kanzlerin auf Rang zwei liegt Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), dessen Start von 58 Prozent der Deutschen als gelungen und von 19 Prozent als misslungen angesehen wird. Drei weitere Minister werden von den Bundesbürgern überwiegend negativ beurteilt: Dazu gehört Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), die noch schlechtere Werte als Müntefering erzielt. Sie kommt auf 27 Prozent Zustimmung und 61 Prozent Ablehnung. Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) mögen 29 Prozent, und 33 Prozent der Deutschen sind mit ihm unzufrieden. (nz)