«Absolut grotesk»: Chrobog weist Leichtsinn-Vorwürfe zurück:
Ex-Geisel Chrobog weist Vorwürfe zurück
Die Reiseroute sei von der jemenitischen Regierung ausgesucht worden. Dabei sei dann allerdings ein Stammeskonflikt übersehen worden. Der Regierung in Sanaa könne er aber deshalb keinen Vorwurf machen, so Chrobog.
Dem «Tagesspiegel» sagte der Ex-Diplomat zur Vermutung, er sei ein unnötiges Risiko eingegangen: «Das ist absolut grotesk. Ich würde nie in den Irak fahren oder nach Afghanistan oder mir prähistorische Stätten anschauen in Kolumbien.»
Chrobog bot eine Beteiligung an den Kosten für die Rückkehr an. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, die Bundeswehr-Maschine sei für Maßnahmen zur Lösung des Falls ohnehin bereits in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gewesen. Chrobogs Angebot wird nach Angaben des Ministeriums auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen geprüft.
Der 65-Jährige, seine Ehefrau und seine drei erwachsenen Söhne waren am Samstag nach drei Tagen in der Gewalt von Entführern freigelassen worden. Die Familie landete am Sonntag um kurz nach 20 Uhr in einer Maschine der Bundeswehr auf dem Flughafen Köln-Wahn. (nz)

