«Absolut grotesk»: Chrobog weist Leichtsinn-Vorwürfe zurück: 

netzeitung.deEx-Geisel Chrobog weist Vorwürfe zurück

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Jürgen Chrobog und Ehefrau (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Jürgen Chrobog und Ehefrau
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Den Vorwurf, er habe sich und seine Familie leichtfertig gefährdet, will Ex-Staatssekretär Chrobog nicht gelten lassen. Jemens Regierung habe seine Reiseroute ausgesucht. Dabei sei lediglich etwas «übersehen» worden. Thema: Chrobog-Entführung Jemenitische Gouverneure entlassen Chrobog: Frei ohne deutsche Gegenleistung Jemen «bleibt wunderschönes Land» Chrobog: Kidnapper waren freundlich

Zwei Tage nach seiner Freilassung im Jemen hat der ehemalige Staatssekretär im Auswärtigen Amt Jürgen Chrobog Vorwürfe zurückgewiesen, er und seine Familie hätten sich mit der Reise leichtfertig in Gefahr begeben. Er würde «niemals meine Familie und mich selbst im Rahmen einer Urlaubsreise einem erhöhten Risiko aussetzen», sagte Chrobog.

Die Reiseroute sei von der jemenitischen Regierung ausgesucht worden. Dabei sei dann allerdings ein Stammeskonflikt übersehen worden. Der Regierung in Sanaa könne er aber deshalb keinen Vorwurf machen, so Chrobog.

Dem «Tagesspiegel» sagte der Ex-Diplomat zur Vermutung, er sei ein unnötiges Risiko eingegangen: «Das ist absolut grotesk. Ich würde nie in den Irak fahren oder nach Afghanistan oder mir prähistorische Stätten anschauen in Kolumbien.»

Chrobog bot eine Beteiligung an den Kosten für die Rückkehr an. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, die Bundeswehr-Maschine sei für Maßnahmen zur Lösung des Falls ohnehin bereits in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gewesen. Chrobogs Angebot wird nach Angaben des Ministeriums auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen geprüft.

Der 65-Jährige, seine Ehefrau und seine drei erwachsenen Söhne waren am Samstag nach drei Tagen in der Gewalt von Entführern freigelassen worden. Die Familie landete am Sonntag um kurz nach 20 Uhr in einer Maschine der Bundeswehr auf dem Flughafen Köln-Wahn. (nz)