netzeitung.deMinisterin will Problem-Eltern besser bewachen

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Ursula von der Leyen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

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Familienministerin von der Leyen will sich stärker um Kinder aus sozial schwachen Familien kümmern. Der Staat müsse früher sein «Wächteramt» ausüben, sagte sie.

Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat erneut dafür geworben, dass sich der Staat stärker um Kinder aus sozial benachteiligten Familien kümmert. Für Kinder, die «auf der Schattenseite des Lebens» geboren würden, «müssen wir das Wächteramt des Staates früher ausüben», sagte die Ministerin der Zeitung «Tagesspiegel».

In Deutschland schaue man erst hin, wenn Kinder «durch hohe Aggressivität, hohes Störpotenzial oder Lernverweigerung zum Problemfall werden», so die Ministerin. Es gebe aber Familien, in denen Kinder wegen Armut, Gewalt oder Drogenabhängigkeit der Eltern seelisch und körperlich verwahrlosten. Daher müsse die Hilfe früher zu den Kindern kommen.

Die Unterstützung dieser Kinder solle eine der zentralen Säulen ihrer Familienpolitik werden, kündigte die CDU-Politikerin an. Konkret regte sie die Unterstützung durch Familienhelferinnen oder Erzieherinnen an. «Kinder können ihren Halt auch bei anderen Menschen finden, wenn ihre Eltern völlig überfordert sind», so die CDU-Politikerin. Schon im November hatte sie angekündigt, dass im April ein Modellprojekt zur verbesserten Betreuung mit rund 200 Familien in Niedersachsen startet.

Streit um Absetzbarkeit
Von der Leyen (CDU) will der «Welt am Sonntag» zufolge außerdem eine höhere steuerliche Absetzbarkeit von Betreuungskosten durchsetzen. Damit bahnt sich ein Konflikt mit Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) an. Steinbrück will die maximale Absetzbarkeit von derzeit 1500 Euro auf 1000 Euro senken – von der Leyen will den Maximalbetrag dagegen erhöhen. In der kommenden Woche wird der Zeitung zufolge darüber verhandelt. (nz)