13. Dez 2005 12:17
Das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestages hat Berichten widersprochen, es sei bereits 2004 über den Fall Masri informiert worden. Erst nach einem ZDF-Bericht wurde das Gremium unterrichtet.
Das für die Geheimdienste zuständige Parlamentarische Kontrollgremium (PKG) ist erst durch einen Bericht des ZDF auf die Verschleppung des Deutsch-Libanesen Khaled el Masri aufmerksam geworden. Das sagte der Vorsitzende des Gremiums, Volker Neumann (SPD), am Dienstag in Berlin. Demnach wurde das PKG «erst aus Anlass eines Berichts des ZDF-Magazins 'Frontal 21' vom 1. Februar 2005 und auf Antrag eines Mitglieds des Gremiums über diesen Sachverhalt in seiner Sitzung am 16. Februar 2005 unterrichtet». Die Bundesregierung habe damals gegenüber dem Kontrollgremium die Presseberichterstattung weder bestätigen noch entkräften können, so Neumann.Der SPD-Politiker widersprach damit Berichten, wonach das Gremium schon 2004 über die «behauptete Entführung» Masris informiert wurde. Diese in «verschiedenen Presseberichten» verbreitete Darstellung sei «unzutreffend», sagte er.