13. Dez 2005 10:44
Im Entführungsfall Masri ist möglicherweise ein wichtiger Zeuge nicht vernommen worden. Ein Mithäftling des Deutsch-Libanesen hatte laut einem Pressebericht eine Aussage angeboten. Die Ermittler waren davon nicht «begeistert» gewesen.
Nachdem Masri Ende Mai 2004 nach Deutschland zurückgekehrt sei, habe sich der Mann telefonisch gemeldet und angeboten, über das Gefängnis und über die Täter auszusagen, die Masri und ihn in Afghanistan gefangen gehalten und verhört hätten. Wie das Blatt weiter berichtet, riet Gnjidic der Polizei im Juni 2004 nach eigenen Angaben, den Zeugen «Ali», der sich mittlerweile in Somalia aufhielt, zu vernehmen. So schlug er vor, ihn unter einem Vorwand nach Deutschland einzufliegen. Dies sei jedoch nicht umgesetzt worden. Ein Polizist habe ihm, Gnjidic, gesagt: «Das Landeskriminalamt und das Bundeskriminalamt sind nicht unbedingt begeistert, dass er herkommt.» Der Zeuge «Ali» wurde nach Angaben der Zeitung aber auch nicht Somalia vernommen.