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Jung und Struck für Weihnachtsgeld- Erhalt

23. Nov 2005 21:56
Franz Josef Jung (li.)und Peter Struck
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Die Bundeswehr hat mit einem Großen Zapfenstreich den bisherigen Verteidigungsminister Struck verabschiedet und seinen Nachfolger begrüßt. Beide traten Plänen entgegen, bei Wehrpflichtigen zu kürzen.

Der scheidende und der neue Verteidigungsminister, Peter Struck (SPD) und Franz Josef Jung (CDU) wollen sich dafür einsetzen, dass den Wehrpflichtigen nicht das Weihnachtsgeld gestrichen wird. Das sagten die beiden Politiker am Mittwoch bei der Amtsübergabe in Berlin.

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Struck wurde am Abend nach gut dreijähriger Amtszeit mit viel Lob und Anerkennung und einem Großen Zapfenstreich als Verteidigungsminister verabschiedet. Vor der militärischen Zeremonie auf dem Gelände des Ministeriums in Berlin würdigte sein Nachfolger Jung Struck als «Minister für die Soldatinnen und Soldaten». Er habe hervorragende Arbeit geleistet. Er, Jung, wolle in dieser Weise Strucks Arbeit fortsetzen.

Jung will Truppe besuchen

Struck sagte sichtlich ergriffen: «Ich gehe aus diesem Amt mit Tränen in den Augen. Die Bundeswehr ist mir ans Herz gewachsen.» Er sicherte Jung zu, er werde ihn in seiner neuen Funktion als SPD- Fraktionschef in finanz- und innenpolitischen Fragen unterstützen.

Jung kündigte an, nun zunächst die Truppe zu besuchen. Möglicherweise werde er noch vor Weihnachten die Soldaten auf dem Balkan und in Afghanistan besuchen. Ferner wolle er zu den Bündnispartnern nach Washington, Paris und London reisen.

Militärische Ehren

Er war am Morgen mit militärischen Ehren im Verteidigungsministerium in Berlin empfangen worden. Zu der Zeremonie mit der Ehrenformation des Wachbataillons des Ministeriums sowie des Stabsmusikkorps der Bundeswehr kamen Arbeitnehmer, Beamte und Soldaten. Jung sagte: «Ich freue mich auf die Arbeit.»

Struck hat in seiner Zeit als Verteidigungsminister maßgeblich die Bundeswehrreform mit der Verkleinerung der Truppe auf rund 250.000 Soldaten, der Modernisierung von Waffen und Fahrzeugen sowie der Konzentration auf Auslandseinsätze vorangetrieben.

Schlimmste Momente

International verschaffte er sich Gehör, indem er sich mit seinem Vorschlag durchsetzte, dass die Internationale Schutztruppe für Afghanistan (Isaf) nicht im Sechs-Monats-Rhythmus jeweils von einem anderen Land, sondern dauerhaft von der Nato geführt wird.

Zu den schlimmsten Momenten seiner Amtszeit zählen nach seinen eigenen Worten die Nachrichten über die bei Unfällen oder Anschlägen getöteten und verletzten Soldaten. Bei seinem Abschiedempfang mahnte er, Deutschland habe die Pflicht, sich weiter um die im Dienst verletzten Soldaten zu kümmern und ihnen eine Arbeits- und Lebensperspektive zu ermöglichen.

Für den Großen Zapfenstreich wünschte sich Struck die drei Märsche der drei Teilstreitkräfte sowie das alte SPD-Lied aus der Arbeiterbewegung «Wann wir schreiten Seit' an Seit'». (nz)

 
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