15.11.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Ernst Zündel
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nachdem das Landgericht Mannheim die Pflichtverteidigerin des Rechtsextremisten Zündel abgelehnt hat, ist offen, wann der Fall weiter verhandelt wird. Der Angeklagte bleibt in Untersuchungshaft.
Der Prozess gegen den Rechtsextremisten und Holocaust-Leugner Ernst Zündel muss neu aufgerollt werden. Richter Ulrich Meinerzhagen sagte am Dienstag, für den 66 Jahre alten Angeklagten müsse ein neuer Pflichtverteidiger bestellt werden, um das Verfahren ordnungsgemäß durchführen zu können. Der Anwalt müsse sich neu einarbeiten und dies sei im laufenden Prozess nicht möglich. Ein neuer Verhandlungstermin vor dem Landgericht Mannheim stand zunächst nicht fest.
Das Landgericht hatte die vorgesehene Anwältin zum Prozessauftakt abgelehnt, weil sie den Rechtsextremisten Horst Mahler als ihren Assistenten durchsetzen wollte. Zündel wird vorgeworfen, im Internet und in anderen Publikationen den Völkermord der Nationalsozialisten an den Juden systematisch geleugnet und verharmlost zu haben.
Meinerzhagen sagte, der von Kanada nach Deutschland abgeschobene Angeklagte bleibe weiter in Untersuchungshaft. Es bestehe weiterhin dringender Tatverdacht. Die Aussetzung der Hauptverhandlung sei alleine auf das Verhalten der Verteidigung zurückzuführen. Zuvor war ein Befangenheitsantrag gegen Meinerzhagen als unbegründet abgelehnt worden. (nz)