Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

«Aktivster Holocaust-Leugner» vor Gericht

07. Nov 2005 11:57
Ernst Zündel
Bild vergrößern
Der aus Kanada abgeschobene Rechtsextremist Zündel kommt in Mannheim vor Gericht. Am morgigen Dienstag beginnt der Prozess, ín dem es unter anderem um ein Leugnen des Holocaust geht.

Wegen Verdachts der Volksverhetzung muss sich von Dienstag an der Rechtsextremist Ernst Zündel vor dem Landgericht Mannheim verantworten. Er war von Kanada nach Deutschland abgeschoben worden.

Mehr in der Netzeitung:
  • Nazi Zündel soll in Haft kommen 02. Mrz 2005 13:01
  • Nazi Zündel nach Deutschland abgeschoben 01. Mrz 2005 16:28, ergänzt 23:15
  • Ihm werden auch Beleidigung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener zur Last gelegt. Nach Auffassung der Anklage hat er im Internet und durch die Verbreitung von einschlägigen Publikationen den im Nationalsozialismus begangenen Völkermord an den Juden systematisch geleugnet und verharmlost. Ferner habe er mit antisemitischer Hetze zum Hass gegen die jüdische Bevölkerung aufgestachelt.

    Für jede im Internet verbreitete Äußerung, die den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt, ist das deutsche Strafrecht anwendbar. Der 66-Jährige, der seit März dieses Jahres in Untersuchungshaft sitzt, soll laut Anklage «als der aktivste» Holocaust-Leugner von Kanada und den USA aus über die von ihm verantwortete Internet-Homepage «Zundelsite» sowie auch in von ihm verfassten und versandten «Germania-Rundbriefen», weltweit seine antisemitische Propaganda betrieben haben.

    Rechtsextreme Ehefrau

    Zündel lebte seit 1958 in Kanada. Er sei dorthin ausgewandert, um sich dem Wehrdienst in Deutschland zu entziehen, berichtet das baden-württembergische Landesamt für Verfassungsschutz. Nach Ablehnung des Einbürgerungsantrags in Kanada habe er im Mai 2001 überraschend seinen Verlag aufgegeben und sei zu seiner Ehefrau, einer amerikanischen Rechtsextremistin, in die USA gezogen. Die Hochzeit habe erst kurze Zeit zuvor stattgefunden, teilte das Landesamt weiter mit.

    In den USA wurde er am 5. Februar 2003 in Pigeon Forge wegen Verstoßes gegen die amerikanischen Einwanderungsbestimmungen verhaftet und am 19. Februar 2003 nach Kanada abgeschoben, wo er bis zu seiner Abschiebung nach Deutschland in Untersuchungshaft saß.

    Der Prozess in Mannheim ist zunächst auf fünf Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil wird am 24. November erwartet. (nz)

     
    Drucken
    VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
     
    Zu weiteren Bildergalerien
    Zu weiteren Bildergalerien
    Zum Wissenstest

    Alle Wissenstests

    Zum Wissenstest

    Alle Wissenstests

    Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
     
    Zum Wissenstest

    Alle Wissenstests

    Live Top 5
    netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
    Aus anderen Ressorts
    Zur Autogazette

    Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
    NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
    Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
     
    Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
     
    IT & Security by Procado
     
    [ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
    Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.