07. Nov 2005 11:57
Der aus Kanada abgeschobene Rechtsextremist Zündel kommt in Mannheim vor Gericht. Am morgigen Dienstag beginnt der Prozess, ín dem es unter anderem um ein Leugnen des Holocaust geht.
Ihm werden auch Beleidigung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener zur Last gelegt. Nach Auffassung der Anklage hat er im Internet und durch die Verbreitung von einschlägigen Publikationen den im Nationalsozialismus begangenen Völkermord an den Juden systematisch geleugnet und verharmlost. Ferner habe er mit antisemitischer Hetze zum Hass gegen die jüdische Bevölkerung aufgestachelt. Für jede im Internet verbreitete Äußerung, die den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt, ist das deutsche Strafrecht anwendbar. Der 66-Jährige, der seit März dieses Jahres in Untersuchungshaft sitzt, soll laut Anklage «als der aktivste» Holocaust-Leugner von Kanada und den USA aus über die von ihm verantwortete Internet-Homepage «Zundelsite» sowie auch in von ihm verfassten und versandten «Germania-Rundbriefen», weltweit seine antisemitische Propaganda betrieben haben.