netzeitung.deBosbach warnt vor Linksruck der SPD

 Herausgeber: netzeitung.de

Wolfgang Bosbach (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Wolfgang Bosbach
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Unionsfraktionsvize Bosbach schließt angesichts der SPD-Führungskrise ein Scheitern der Großen Koalition nicht aus. Er befürchte, dass sich die SPD nun weiter nach links positionieren werde. Thema: Führungskrise in der SPD Kahrs: Nahles-Wahl «gigantische Dummheit» Parteichef Müntefering kündigt Rückzug an Parteivorstand legt sich auf Nahles fest

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU / CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach, sieht die Führungskrise bei der SPD als Belastung für die Koalitionsverhandlungen und schließt auch ein Scheitern der Gespräche nicht aus. Zwar habe die SPD jetzt ein «riesiges Problem», sagte er der Netzeitung. Es werde dadurch aber auch für die Union nicht einfacher: «Wir dürfen nicht glauben, dass wir jetzt mit der SPD leichtes Spiel hätten. Es wird genügend in der SPD geben, die ohnehin Rot-Rot-Grün lieber hätten als eine Große Koalition.»

Vor diesem Hintergrund warnte Bosbach vor einem Linksruck der Sozialdemokraten. «Ich befürchte auch, dass sich die SPD weiter nach links positionieren wird, um zu verhindern dass noch mehr ihrer Mitglieder und Wähler zur Linkspartei überlaufen.»

Sondersitzung des SPD-Präsidiums
Zuvor war die SPD-Linke Andrea Nahles als künftige Generalsekretärin nominiert worden. SPD-Chef Franz Müntefering künfigte an, beim Parteitag Mitte November nicht wieder für das Amt des Vorsitzenden zu kandidieren.

Nach einer Sondersitzung des SPD-Präsidiums in Berlin ließ er zugleich offen, ob er sein Amt als Arbeits- und Sozialminister in einer möglichen Großen Koalition antritt. Er werde die Koalitionsgespräche mit der Union für die SPD jedoch fortsetzen.


Für das Web ediert von Dietmar Neuerer