31. Okt 2005 14:55, ergänzt 15:04
Im SPD-internen Streit über den künftigen Generalsekretär ist eine Entscheidung gefallen: Der Parteivorstand lehnte den Vorschlag von SPD-Chef Müntefering ab.
Vor der Entscheidung im Parteivorstand hatten führende SPD-Politiker vor einer Demontage von Parteichef Franz Müntefering gewarnt. In SPD-Kreisen wurde selbst ein Rücktritt Münteferings nicht ausgeschlossen, falls sein Vertrauter Wasserhövel in der Kampfabstimmung gegen die Parteilinke Nahles unterliegen sollte.Der Sprecher des konservativen SPD-Kreises, Johannes Kahrs, sagte dazu der Netzeitung: «Jeder, der gegen den Vorschlag von Franz Müntefering stimmt, schwächt den Parteivorsitzenden in einer entscheidenden Phase der Partei.» Eine Niederlage im eigenen Vorstand in einer so wichtigen Frage könne sich «kein Parteivorsitzender gefallen lassen, ohne Konsequenzen zu ziehen».
Die eigentliche Wahl des Generalsekretärs findet auf dem Bundesparteitag in zwei Wochen in Karlsruhe statt. Vereinbart ist, dass dort nur der im Vorstand siegreiche Kandidat antritt. Wie aus der Sitzung verlautete, überzeugte Nahles viele Vorstandsmitglieder mit ihrer Bewerbungsrede. (nz)