Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold sagte, die Union habe sich nicht mit ihrer Forderung durchgesetzt, der Bundeswehr im Inland Polizeiaufgaben wie den Objektschutz zu übertragen. Allerdings solle die zivil-militärische Zusammenarbeit bei Katastrophen verbessert werden. «Die geräuschlose Klärung der Fragen zeigt nur die Kontinuität in der Verteidigungspolitik», sagte Arnold.Auch sein CSU-Kollege Christian Schmidt sprach von einem fairen Kompromiss. Die Landesverteidigung sei wieder als Kernaufgabe der Bundeswehr festgeschrieben worden. «Bestehende Regelungslücken» für den Einsatz der Bundeswehr im Inland würden geschlossen. Dafür könnte das im nächsten Jahr erwartete Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum umstrittenen rot-grünen Luftsicherheitsgesetz abgewartet werden.
Nach diesem Gesetz kann der Verteidigungsminister den Befehl zum Abschuss eines gekaperten Passagierflugzeugs geben, wenn dadurch ein größerer Terroranschlag verhindert werden kann. Allerdings stützt sich das Gesetz nur auf die im Grundgesetz genannten Fälle einer Naturkatastrophe oder eines besonders schweren Unglücksfalls. Das hält auch Struck für problematisch.