24. Okt 2005 07:15
Die bayrischen Jusos warnen davor, den Posten des SPD-Generalsekretärs mit dem Bundes- Geschäftsführer zu besetzen. Die Partei brauche einen politischen Kopf, sonst komme sie in der Großen Koalition «unter die Räder».
Wasserhövel hingegen hat nach Gogers Überzeugung als SPD- Bundesgeschäftsführer «wertvolle und unverzichtbare Arbeit geleistet». Es spreche daher «einiges dafür, dass er in dieser Position bleibt». Der Generalsekretär müsse hingegen mehr sein als nur ein «Parteimanager», betonte der Chef der Bayern-Jusos. Die SPD müsse sich mit Blick auf die kommenden Wahlauseinandersetzungen programmatisch neu ausrichten. «Diese Programmdebatte muss der Generalsekretär in die Hand nehmen», so Goger.Ähnlich äußerte sich der SPD-Bundestags- Abgeordnete und Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Er schätze Wasserhövel zwar als Funktionär. Als Generalsekretär sei er aber «eine Überraschungsbesetzung, um es sehr zurückhaltend zu formulieren», sagte er der «Berliner Zeitung». Die Partei müsse neue Köpfe präsentieren, und zwar solche, die für eine «politische Vision» stünden. «Der Generalsekretär ist eine Art Visitenkarte der Partei in der öffentlichen Auseinandersetzung.»
Lauterbach zeigte sich überzeugt, dass die Sprecherin der Parteilinken, Andrea Nahles, in einer Kampfabstimmung beim Parteitag große Chancen hätte, gewählt zu werden. «Andrea Nahles ist gut in der Partei verankert, sie steht für Generationswechsel und sie steht vor allem für Inhalte, die sie im Wahlkampf auch sehr überzeugend vermittelt hat», sagte der SPD-Politiker.