17. Okt 2005 16:43, ergänzt 16:55
Der Bundeswehrverband hält eine «prächtige» Zusammenarbeit mit dem neuen Bundes- Verteidigungsminsiter Jung für möglich. Voraussetzung sei, dass der CDU-Politiker «beratbar» sei.
Der Bundesvorsitzende des Bundeswehrverbandes, Oberst Bernhard Gertz, hat sich zurückhaltend zum designierten Bundes- Verteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) geäußert. Der Netzeitung sagte Gertz, er hoffe auf eine «ebenso gute Zusamenarbeit», wie es sie mit Jungs Vorgänger, Peter Struck (SPD), gegeben habe. «Wenn auch Herr Jung beratbar ist, wird es mit der künftigen Zusammenarbeit auch prächtig klappen.»Gertz hob hervor, die Bundeswehr benötige «in dieser Zeit der größten Umstrukturierung ihrer Geschichte einen starken Minister». Diese müsse auch das «nötige Durchsetzungsvermögen und den nötigen Rückhalt in der Bundesregierung» haben.
Zuvor hatte die designierte Unions-Kanzlerin Angela Merkel die Namen der Unionsminister vorgestellt. Fest stand bisher lediglich, dass der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber das Wirtschaftsressort übernimmt. Der zweite Ministerposten für die CSU wird - wie zuvor spekuliert worden war - von Horst Seehofer besetzt. Er wird Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister. Das Innenministerium führt künftig Wolfgang Schäuble, das Ressort Verteidigung geht an den hessischen CDU-Landtagsfraktionschef Franz-Josef Jung.
Familienministerin wird Ursula von der Leyen, die derzeitige niedersächsische Sozialministerin. Neue Bildungsministerin wird Annette Schavan und Kanzleramtsminister der bisherige Innenminister von Sachsen, Thomas de Maizière.