13. Sep 2005 13:18, ergänzt 16:49
Im deutschen Bildungssystem zeichnet sich trotz anhaltender Schwächen eine Trendwende ab. Vor allem bei Spitzenqualifikationen holt Deutschland merklich auf.
Demnach stieg innerhalb von fünf Jahren der Anteil der Hochschulabsolventen von 16 Prozent eines Jahrgangs auf 19,5 Prozent. Im Durchschnitt der OECD-Länder schließen allerdings nur rund 32 Prozent ein Studium ab. Der Koordinator des Pisa-Programms, Andreas Schleicher, erklärte dazu, in Deutschland seien wichtige Reformen angestoßen worden. Bis zu einer Wissensgesellschaft sei es aber noch ein weiter Weg.Im Vergleich mit den anderen 27 Staaten gibt Deutschland weiterhin nur wenig Geld für Bildung aus, vor allem für Grundschulen. Mit einem Budget von 4,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes liege Deutschland auf Platz 20 von 28 OECD-Staaten, hieß es.
Lobend erwähnt wird der Ausbau von Ganztagsschulen in Deutschland. Dies sei ein wichtiger Schritt, um bessere Lernbedingungen für Schüler zu schaffen. Die vergleichsweise hohen Gebühren für Kindergärten werden von den OECD-Experten kritisiert. (nz)