netzeitung.deWeltjugendtag soll langfristig motivieren

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Kardinal Lehmann, Chef der Deutschen Bischofskonferenz (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Kardinal Lehmann, Chef der Deutschen Bischofskonferenz
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Chefs der christlichen Kirchen hoffen auf positive Nachwirkungen, wenn die katholische Jugend der Welt die Rheinregion wieder verlassen hat. Eine katholische Arbeitsgruppe soll sich extra darum kümmern.

Beim Weltjugendtag in Köln erhofft der katholische Kardinal Karl Lehmann auf langfristige Effekte. «Es gibt sicher Impulse für Jugendarbeit und -seelsorge», sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz vor Beginn des Pilgertreffens.

Auch die Glaubensfreude und die Hoffnung der Gäste aus aller Welt könnten ansteckend wirken, sagte Lehmann am Dienstat. Eine Arbeitsgruppe werde sich um die Nachhaltigkeit des Ereignisses kümmern. Allerdings dürfe die Wirkung auch nicht überschätzt werden. So ein Event könne man nicht festhalten, verlängern oder kopieren, so Lehmann.

Der Chef der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, erwartet von dem geplanten Ökumene-Treffen mit Papst Benedikt XVI. Impulse für den Dialog zwischen den Kirchen. «Ich hoffe, dass sich die Kirchen auf den Geist und über bestimmte Themen verständigen können, die bei der weiteren gemeinsamen ökumenischen Arbeit Vorrang haben», sagte Huber. Mehr als ein Impuls könne es aber nicht sein. «Die konkrete Arbeit muss sich daran anschließen.»

Bereits mehr als 400.000 Pilger
Unterdessen ist die Zahl der Pilger in der Rheinregion auf 405.000 gestiegen. In den vergangenen Tagen seien noch zahlreiche Anmeldungen eingegangen, sagte ein Sprecher. Am Donnerstag kommt Papst Benedikt XVI. nach Köln. Die erste Nacht der jungen Katholiken in Turnhallen, Zelten und Privatquartieren verlief ruhig. Die Teilnehmer kommen aus 197 Ländern. Die größte Gruppe stellt Italien mit 100.000 Pilgern, gefolgt von Deutschland mit 83.000 und Frankreich mit 38.000.

Der Weltjugendtag steht in Anlehnung an die Heiligen Drei Könige unter dem Motto «Wir sind gekommen, um IHN anzubeten» und wird am späten Nachmittag mit drei großen Messen in den Fußballstadien von Köln und Düsseldorf sowie im Bonner Hofgarten eröffnet. (nz)