netzeitung.deSchwere Unwetter im Westen Deutschlands

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Heftige Gewitter mit Sturmböen in mehreren Bundesländern (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Heftige Gewitter mit Sturmböen in mehreren Bundesländern
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen haben Gewitter in der Nacht größere Schäden angerichtet. Ein Mensch kam ums Leben, weitere wurden verletzt.

Bei heftigen Unwettern im Westen Deutschlands ist in der Nacht zu Donnerstag eine Radfahrerin in Köln getötet worden. Die 33-Jährige wurde von herabfallenden Scherben einer Fensterscheibe tödlich getroffen, wie die Polizei mitteilte.

Lebensgefährlich verletzt wurde eine 52-jährige Frau im Kölner Stadtteil Deutz, auf deren Auto ein Baum stürzte. Mehrere weitere Menschen erlitten leichte Verletzungen.

Bei den von Sturmböen begleiteten Gewittern entstand zudem erheblicher Sachschaden. Binnen vier Stunden rückte die Feuerwehr Köln zu rund 220 Einsätzen aus. In den meisten Fällen waren Bäume umgestürzt und Äste abgeknickt.

Hang auf Bahnstrecke gerutscht
Im rheinland-pfälzischen St. Goarshausen rutschte wegen der starken Regenfälle ein Hang auf die IC- und Güterverkehrsstrecke zwischen Mainz und Koblenz. Laut der Bahn ist der Personenverkehr aber nicht betroffen. Die Züge werden über die anderer Rheinseite umgeleitet. Da die Sicherheit des Hanges geprüft werden muss, wird die Strecke möglicherweise für mehrere Tage gesperrt bleiben.

Auf der linksrheinischen Seite bei Oberwesel lag der Bahnverkehr wegen umgestürzter Bäume für einige Stunden lahm. Vor allem im Rhein-Hunsrück-Kreis wurden Straßen überflutet, Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. In einigen Orten fiel wegen beschädigter Oberleitungen zeitweise der Strom aus.

Gewitter gen Osten gezogen
Auch in Teilen Hessens gab es Gewitter mit starken Regenfällen und orkanartigen Böen. In Frankfurt fuhr die Feuerwehr rund 200 Einsätze. Nach Angaben eines Sprechers waren rund 350 Feuerwehrleute im Einsatz. Durch umherfliegende Äste wurden mehrere hundert Fahrzeuge beschädigt.

Im Laufe der Nacht zogen die Unwetter weiter nach Thüringen und Sachsen-Anhalt, wo allerdings größere Schäden ausblieben. (nz)