13. Jun 2005 07:43
Für den Fall eines Erfolgs des geplanten Linksbündnisses bei der Bundestagswahl haben SPD-Chef Müntefering und Fraktionsvize Müller eine Koalition ausgeschlossen. Mit «Hasardeuren» wolle man nicht zusammenarbeiten.
Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering und der stellvertretende Fraktionschef Michael Müller haben Spekulationen zurückgewiesen, dass die SPD mit PDS und WASG koalieren könnten, sollten die mit ihrem geplanten Linksbündnis bei der Neuwahl im Herbst Erfolg haben. Müntefering sagte am Sonntagabend im ZDF, eine Koalition sei «definitiv auszuschließen.»Mit «Hasardeuren und Populisten» solle man nicht zusammengehen, sagte er. Er sei für eine Fortführung der rot-grünen Koalition. Und wenn «der Wähler die Chance» eröffne, werde die SPD zusammen mit den Grünen weiter regieren.
Müller sagte laut «Bild»: «Die Lafontaine-Gysi-Partei will zurück in die Politik der 70er Jahre, die SPD dagegen muss nach Konzepten für die Zukunft suchen.» Deshalb sehe er «derzeit keine Möglichkeit für eine politische Zusammenarbeit oder gar Koalition». (nz)