12. Jun 2005 15:35, ergänzt 15:50
WASG-Vorstandsmitglied Ernst glaubt trotz des Widerstandes an der Basis seiner Partei an das Zustandekommen eines Linksbündnisses mit der PDS.
Das Vorstandsmitglied der Wahlalternative für Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG), Klaus Ernst, sieht trotz der internen Differenzen über ein Linksbündnis mit der PDS nicht die Gefahr einer Spaltung. Entsprechende Spekulationen seien «Unfug», sagte Ernst am Sonntag der «Frankfurter Rundschau» am Rande des Treffens der WASG-Spitze in Kassel.Die Debatte über das Bündnis verlaufe «sehr sachlich und ruhig - das macht richtig Spaß», so Ernst. Zwar sei Kritik am Kurs der Parteiführung geäußert worden, und es gebe auch Mitglieder, «die unseren Weg überhaupt nicht mitgehen wollen». Vor einer Zerreißprobe stehe man jedoch nicht. «Es werden welche gehen, und es werden welche kommen, das ist in jeder Partei so», sagte Ernst der Zeitung.
Die Gremien der WASG wollten am Sonntag in Kassel über die mit der PDS erzielten Vereinbarungen beraten und gegen Abend über die Ergebnisse ihrer Tagung informieren.