10. Jun 2005 12:58
Die Wahlalternative hat parteiinternen Widerstand gegen ein Bündnis mit der PDS eingeräumt. Eine endgültige Entscheidung über eine Zusammenarbeit falle kommende Woche, sagte WASG-Vorstandsmitglied Troost der Netzeitung.
Die Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) lehnt eine Kandidatur ihrer Mitglieder auf offenen Listen der PDS strikt ab. «Das kommt nicht in Frage», sagte WASG-Vorstandsmitglied Axel Troost der Netzeitung. Sollte es zu einer Zusammenarbeit mit der PDS kommen, würde die Liste anders heißen. «Es muss gezeigt werden, dass hier etwas Neues entsteht.»In Bezug auf den Namen für die neue Liste, signalisierte die WASG ihre Bereitschaft der PDS entgegenzukommen. Dass die PDS im Listennamen auftauche sei «eventuell sogar möglich», sagte WASG-Sprecher Murat Cakir der Netzeitung. Mit Blick auf Berichte, wonach die PDS eine Umbenennung in Vereinigte Linke-PDS (VL-PDS) favorisiere, sagte er: «Wir und [Oskar] Lafontaine sind der Meinung, dass das Kürzel PDS im Westen schwer vermittelbar ist; wir müssen aber auch akzeptieren, dass sich viele Menschen im Osten damit identifizieren.»