09. Jun 2005 18:08
FDP-Fraktionschef Gerhardt sieht die SPD in einem «Auflösungsprozess». Angesichts dessen sei die Erklärung des Kanzlers zur Vertrauensfrage zu begrüßen, sagte dagegen der Chef der Liberalen, Westerwelle.
Die Erklärung von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zur Vertrauensfrage ist bei der FDP auf ein positives Echo gestoßen. «Die Äußerungen des Bundeskanzlers waren eine notwendige Klarstellung gegenüber der erschreckenden Unordnung in der SPD», sagte FDP-Chef Guido Westerwelle am Donnerstag in Berlin. Den «nötigen Abgang mit Anstand» müsse Rot-Grün aus eigener Kraft organisieren. Der FDP-Fraktionschef im Bundestag, Wolfgang Gerhardt, kritisierte Schröder hingegen. «Die Stellungnahme des Bundeskanzlers zeigt, dass seine eigene Partei noch nicht einmal in der Lage ist, einen geordneten Rückzug zu organisieren», sagte er der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Selten habe es in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eine Partei in einem «derartigen Auflösungsprozess» gegeben. (nz)