netzeitung.deSPD und Schröder wollen Verfassungsänderung

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Gerhard Schröder (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Gerhard Schröder
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Bei der Auflösung des Parlaments als Voraussetzung für Neuwahlen will Schröder bis in einer Woche Entscheidungen treffen. Mit in der Überlegung ist auch eine Grundgesetzänderung. Thema: Vorgezogene Bundestagswahl Grüne warnen Schröder vor Vertrauensfrage zur Unternehmenssteuer Bütikofer: Kein einseitiger Koalitionsbruch Loske schließt Rückzug von Fischer nicht aus Kauder ruft CDU per SMS zur Ordnung Merkel in Umfrage erstmals vor Schröder

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) will beim Thema Vertrauensfrage «bis Ende nächster Woche Klarheit schaffen», berichtet die «Berliner Zeitung». Spätestens dann solle klar sein, um was es beim ersten Schritt zu Neuwahlen gehen solle. Das Blatt beruft sich auf SPD-Kreise.

Kanzleramtschef Frank Walter Steinmeier suche nach einer Lösung, bei der weder eine einzelne Fraktion noch ein einzelner Block innerhalb einer Fraktion die Last des Misstrauensbekenntnisses allein tragen müsse, heißt es in dem Bericht.

Änderung des Grundgesetzes
Die Neuwahl des Bundestags soll nach derzeitigem Plan am 18. September stattfinden. Kanzleramt und SPD-Spitze erwägen laut der «Berliner Zeitung» trotz des Zeitdrucks auch eine Änderung des Grundgesetzes, mit der dem Bundestag ein Recht auf Selbstauflösung verschafft würde.

Eine solcher Schritt, den Bundestag und Bundesrat jeweils mit einer Zweidrittelmehrheit billigen müssten, sei innerhalb von vier Wochen möglich. Damit verlöre Bundespräsident Horst Köhler zwar sein Exklusivrecht zur Parlamentsauflösung, dafür bliebe ihm eine juristisch zweifelhafte Entscheidung erspart, die dem Ansehen seines Amtes Schaden zufügen könnte.

Die Grünen-Fraktionschefin Krista Sager sprach sich gegen einen solchen Schritt aus. Im RBB-Inforadio sagte sie am Samstag, sie halte das allerdings für «reine Spekulation». Es sei nicht richtig, «dass man jetzt anfängt, das Grundgesetz zu ändern, wie man es jetzt gerade braucht. Das Grundgesetz gibt das Instrumentarium auch für die jetzige Situation».

Auch die FDP lehnt eine Verfassungsänderung ab. Der FDP-Abgeordnete Rainer Funkesagte, eine Gesetzesänderung sei «unnötig». (nz)