Merkel in Umfrage erstmals vor Schröder
Die Mannheimer Wahlforscher machen eine deutliche Wechselstimmung in der Bevölkerung «ähnlich wie 1998» aus. Knapp eine Woche nach der Ankündigung von Neuwahlen im Bund meinten 60 Prozent der Befragten, es sei an der Zeit, dass im Bund andere Parteien an die Regierung kommen. 36 Prozent sind dagegen, vier Prozent unentschlossen.
Die Forscher stellten außerdem fest: Wie nach gewonnenen Wahlen üblich, habe sich auch nach der Landtagswahl in NRW die Stimmung für den Sieger insgesamt verbessert: In der politischen Stimmung liege die SPD jetzt bei 27 Prozent (minus eins im Vergleich zu Ende April) und die CDU/CSU bei 52 Prozent (plus vier). Die Grünen erreichen sieben Prozent (minus drei). Die FDP komme auf fünf Prozent (minus eins) und die PDS auf unveränderte vier Prozent.
Wäre schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl, kämen längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie taktische Überlegungen der Wähler etwas stärker zur Geltung, meinen die Forscher. Dann käme die SPD auf 30 Prozent (unverändert), die CDU/CSU auf 45 Prozent (plus 1). Die Grünen erhielten nur noch acht Prozent (minus eins), die FDP bekäme sechs Prozent und die PDS fünf Prozent. Sonstige Parteien erreichten unverändert zusammen sechs Prozent. Eine Koalition aus CDU/CSU und FDP hätte damit im Bundestag eine klare Mehrheit. (nz)

