23. Mai 2005 23:11
Außenminister Fischer rechnet bei einem Sieg von Rot-Grün bei vorgezogenen Bundestagswahlen mit einem Ende der Blockadepolitik. Er wurde von den Grünen als Spitzenkandidat bestätigt.
Fischer sagte, ein Wahlsieg würde zudem die Chancen für Rot-Grün steigern, bei den kommenden Landtagswahlen den Trend umzukehren und zu gewinnen. Dies würde die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat verändern. Bei «Phoenix» forderte Fischer, die Sach- und Personalalternativen der Opposition müssten nun auf den Tisch. Der kommende Wahlkampf werde nicht einfach, sondern sehr hart. Von seiner Partei forderte er vor allem Geschlossenheit. Auch den meisten Menschen sei klar, dass es um eine «sehr grundsätzliche Richtungsentscheidung» gehe, sagte der Grünen-Politiker.Zuvor hatten der Parteirat der Grünen einstimmig beschlossen, mit Außenminister Joschka Fischer als Spitzenkandidat in den anstehenden Bundestagswahlkampf zu ziehen. Fischer kündigte an, dass er «die Aufgabe mit Begeisterung und ganzer Kraft angehen» werde. Die Grünen-Spitze sprach geschlossen von einer Richtungsentscheidung zwischen Rot-Grün und Schwarz-Gelb.