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K-Frage: Union richtet sich auf Merkel ein

22. Mai 2005 20:00, ergänzt 22:06
Merkel feiert Wahlsieg in NRW
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Die Ankündigung vorgezogener Bundestags-Neuwahlen im Herbst traf den Sieger des Abends, die Union, völlig unvorbereitet. Am 30. Mai wollen CDU/CSU offiziell einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten präsentieren.

Nach den Worten von CDU-Generalsekretär Volker Kauder und des sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt (CDU) wird die Union mit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel als Kanzlerkandidatin in eine mögliche vorgezogene Bundestagswahl im Herbst 2005 ziehen. «Jetzt ist klar, dass Angela Merkel die Kandidatin sein wird», sagte Milbradt der «Financial Times Deutschland» laut einem Vorabbericht vom Sonntagabend.

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  • «Wir sind gerüstet», sagte Kauder am Sonntagabend in Berlin nach der überraschenden Ankündigung von SPD-Chef Franz Müntefering, im Herbst einen neuen Bundestag zu wählen. «Wenn es sein muss, fangen wir morgen an.»

    Die Frage der Kanzlerkandidatur werde sehr schnell geklärt sein, versicherte Kauder. «Die Botschaft des heutigen Tages heißt: Mit Angela Merkel gewinnt die Union Wahlen.»

    Milbradt sagte, die CDU werde sich in den kommenden Tagen mit der Schwesterpartei CSU absprechen und im Anschluss Merkel offiziell als Kanzlerkandidatin nominieren. Die Union freue sich trotz der knappen Zeit bis zum neuen Wahltermin auf die Neuwahl. Die Menschen in Deutschland seien Rot-Grün «leid».

    Anzeichen für Stoiber-Verzicht

    CDU und CSU würden «sehr rasch die inhaltlichen und personellen Fragen» klären, sagte CSU-Chef Edmund Stoiber am Sonntag in München. Über Stoibers Verzicht auf die Kanzlerkandidatur zugunsten von Angela Merkel gibt es Spekulationen. Für Montag hat er eine Erklärung angekündigt, ebenso wie Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU). Nach dpa-Informationen wollen CDU und CSU den gemeinsamen Kanzlerkandidaten aber erst am 30. Mai benennen.

    CDU-Chefin Angela Merkel hat einen «engagierten und beherzten Wahlkampf» für den Herbst angekündigt. «Jeder Tag, an dem Rot-Grün nicht regiert, ist ein guter Tag für Deutschland», sagte sie. Die Frage, ob sie bei einer eventuellen Bundestagswahl im Herbst als Kanzlerkandidatin der Union antreten werde, beantwortete Merkel nicht. «Jetzt schauen wir erst einmal, wie es weitergeht», sagte sie.

     
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