netzeitung.deMerkel: Ergebnis ist «sensationell»

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Angela Merkel (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Angela Merkel
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CDU-Politiker begrüßen das gute Abschneiden ihrer Partei bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Sie warnen jedoch vor der Tolerierung einer rot-grünen Minderheitsregierung durch den SSW. Thema: Wahl in Schleswig-Holstein CDU stärkste Partei in Schleswig-Holstein SPD in Schleswig-Holstein reagiert enttäuscht Der SSW: Das Zünglein an der Waage Südschleswigscher Wählerverband bekennt sich klar zu Rot-Grün

CDU-Chefin Angela Merkel hat das Ergebnis der Landtagswahl in Schleswig-Holstein als «sensationell» bezeichnet. Der ARD sagte Merkel, der Spitzenkandidat der schleswig-holsteinischen CDU, Peter Harry Carstensen habe einen klaren Auftrag, sich mit der Regierungsbildung zu beschäftigen.

Merkel war sichtlich erfreut über das gute Ergebnis der CDU. Trotz schlechter Umfragewerte habe sich die Partei nicht demotivieren lassen, sagte sie. Nach ersten Hochrechnungen kommt die CDU auf rund 40 Prozent der Wählerstimmen.

Kauder: «Großer Tag»
Der Generalsekretär der CDU, Volker Kauder, sagte. «Heute ist ein großer Tag für Schleswig-Holstein, für die CDU zwischen Nord- und Ostsee und für die Union in ganz Deutschland.» Er gratulierte Carstensen für den «klaren Auftrag» zur Regierungsbildung.

Das Ergebnis sei ein Signal für die kommende Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. «Bis heute gab es noch zwei Bundesländer mit rot-grüner Mehrheit - jetzt ist nur noch Nordrhein-Westfalen übrig.» Das Wahlergebnis sei eine gute Botschaft für den dortigen CDU-Kandidaten Jürgen Rüttgers.

Wulff warnt SSW
Der Vizevorsitzende der CDU, Christian Wulff, rief den Südschleswigschen Wählerverband (SSW) auf, eine CDU/FDP-Minderheitsregierung zu tolerieren. «Der SSW hat nach der Verfassung eine besondere Stellung und ist deshalb von der Fünf-Prozent-Klausel befreit. Er darf nun nicht den Verlierer zum Sieger machen», sagte Wulff. Das Wahlergebnis sei ein «klarer Regierungsauftrag» für CDU und FDP und eine ebenso klare Niederlage für Rot-Grün.

Auch der CDU-Finanzexperte Dietrich Austermann kritisierte eine mögliche Tolerierung einer rot-grünen Landesregierung durch den SSW im NDR: «Es kann nicht sein, dass es eine Koalition der Verlierer gibt.» Austermann ist im Schattenkabinett von Carstensen eingeplant. (nz)