17. Jan 2005 13:14
38 Beschuldigte, davon acht gesprächsbereit: Das ist die Zwischenbilanz der Ermittlungen zu den Misshandlungen von Bundeswehrsoldaten in Coesfeld.
Acht der Beschuldigten räumten die Taten zwar ein, gaben aber an, nur unter schriftlichem Befehl eines Unteroffiziers gehandelt zu haben. Die restlichen 30 Beschuldigten hätten sich auf ihr Aussageverweigerungsrecht berufen.Vor zwei Monaten war bekannt geworden, dass Wehrpflichtige in Coesfeld mit Schwachstrom, Wasser und Schlägen gequält worden waren. Unter den Beschuldigten sind neben einem Hauptmann mehrere Unteroffiziere und Gefreite.
Insgesamt wurden laut Schweer 296 Zeugen zu den Misshandlungen vernommern. Der gesamte Ablauf der Gefechtsübung, bei der die Misshandlungen geschahen, wurde auf dem Computer des Unteroffiziers gefunden. (nz)