14. Jan 2005 14:25, ergänzt 15:55
Münchner Prominente haben sich bestürzt über den Tod Moshammers geäußert. Er sei ein Selfmademan mit sozialem Engagement gewesen, sagte Oberbürgermeister Ude.
Mit Bestürzung hat der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude auf den Tod des Modemachers Rudolf Moshammer reagiert. «Er war ein Münchner Original, ein Paradiesvogel, der schillernde Auftritte geliebt hat», sagte der laut der Nachrichtenagentur AP. Die Münchner würden ihn als erfolgreichen Selfmademan in Erinnerung halten, der sich «immer sehr stark sozial engagiert hat - sei es nun mit seiner Stiftung 'Licht für Obdachlose' oder als Pate eines Sucht-Zentrums für Alkoholiker».
Moshammer habe darüber hinaus mit der Traditionswirtschaft Hundskugl «ein Stück Münchner Wirtshauskultur erhalten», sagte Ude. Das Wirtshaus in der Münchner Innenstadt hatte Moshammer 1983 von der Firma Löwenbräu gekauft.Auch Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber gab eine Stellungnahme ab. «Er hat auf liebenswürdige Art die Aufmerksamkeit auf sich und seine Heimat gezogen und dabei die Menschen, die es schwerer im Leben haben, nie vergessen», sagte Stoiber über Moshammer.
«München hat ein Original verloren», sagte auch der Feinkost-Unternehmer Michael Käfer laut der Nachrichtenagentur dpa.
Der Müchner Promi-Friseur Gerhard Meir sagte, Moshammer habe in zwei Welten gelebt. In der einen habe es Dekadenz und Grandezza gegeben, in der anderen habe er sich selbstlos für Obdachlose engagiert, ließ Meier durch seine Sprecherin mitteilen und ließ sich mit den Worten zitieren: «Der Tod Moshammers ist ein Verlust für München und ein Verlust für ganz Deutschland». (nz)