Mehrere Ministerpräsidenten hatten bereits übereinstimmend gesagt, dass sie die Gespräche über eine Reform des Föderalismus für gescheitert hielten. Es sei «endgültig Schluss», sagte der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Harald Ringstorff (SPD). Er machte due Unions-geführten Länder dafür verantwortlich. Sie hätten auf den vollen Kompetenzen im Bildungsbereich bestanden. Strittig blieb demnach die Neuordnung der Kompetenzen in der Bildungspolitik. An diesem Thema scheiterte laut Angaben mehrerer Regierungschefs vom Freitag die Gesamtreform. Alles oder Nichts Der rheinland-pfälzische Regierungschef Kurt Beck (SPD) sagte, es sei nicht möglich gewesen, zwischen den «Alles-oder-Nichts-Positionen» zu vermitteln. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) gab der Bundesregierung und den Spitzen von SPD und Grünen die Verantwortung für den Abbruch der Verhandlungen. Der Bund habe sich in der Frage der Bildungspolitik nicht bewegt. Die beiden Chefs der Föderalismuskommission hatten vergeblich versucht, doch noch eine Einigung zu erreichen. Chance auf Jahre vertan Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sagte, es sei nun für Jahre die Chance für eine Verfassungsreform vertan worden. (nz)
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