11. Dez 2004 11:44
Der Mann, der den Mord an der achtjährigen Levke gestanden hat, hätte viel früher gefasst werden können. An Utensilien des Mädchens hätten sich laut einem Pressebericht Spuren des Täters befunden.
Die Utensilien waren nur einen Tag nach dem Verschwinden des Mädchens am 7. Mai auf einem Waldparkplatz gefunden worden. Ein Abgleich mit den mehr als 310.000 DNA-Datensätzen des Bundeskriminalamts aber verlief damals ergebnislos. Dabei hätte Marc H. als vorbestrafter Sexualtäter nach dem DNA-Identitätfeststellungsgesetz, das 1998 in Kraft trat und seitdem mehrfach verschärft wurde, längst eine DNA-Probe abgenommen werden können, schreibt das Magazin. Der 31-jährige arbeitslose Installateur aus Bremerhaven war in den vergangenen zehn Jahren bereits zweimal wegen Sexualdelikten aufgefallen. 1994 wurde er in Nordrhein-Westfalen wegen versuchter Vergewaltigung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, im Jahr 2000 geriet er in Bremen in den Verdacht, er habe eine 17-Jährige in seinen Wagen gezerrt und zu fesseln versucht. Die Beweise reichten aber nicht aus. (nz)