netzeitung.deDJV und Verdi wollen Erhalt der Künstlersozialkasse

 Herausgeber: netzeitung.de

DJV und Verdi haben sich vor der zuständigen Bundestagskommission für den Erhalt der Künstlersozialkasse eingesetzt.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben sich bei einer Anhörung der Enquete-Kommission «Kultur in Deutschland» für den Erhalt der Künstlersozialkasse (KSK) ausgesprochen. Journalisten seien auf die Sicherheit der KSK angewiesen. Sie sei ein «Grundpfeiler freiberuflicher journalistischer Existenz», sagte DJV-Chef Michael Konken.

Verdi-Vorstandsmitglied Heinrich Bleicher-Nagelsmann sagte nach der Anhörung gegenüber dem Nachrichtendienst epd, er habe nicht den Eindruck, dass die Kommission die KSK abschaffen wolle. Die Einladung der Kommission sei «leichtfertig» formuliert worden. Aus Sicht von Verdi «wäre es höchst verantwortungslos und schädlich für die Kultur in Deutschland, denen, die Kulturgüter schaffen und vermitteln, den Schutz der sozialen Sicherung zu entziehen».

In der Einladung zu einer öffentlichen Anhörung über die Zukunft der KSK hatte die Enquete-Kommission gefragt, ob die KSK erhalten werden solle und könne. Daraufhin hatten zahlreiche Mitglieder per E-Mail den Erhalt der KSK gefordert.

Arbeitgeber aus dem Medienbereich hatten in den vergangenen Wochen gegen eine geplante Anhebung ihrer Abgabepflicht von 4,3 auf 5,8 Prozent der Honorarsumme für Freiberufler protestiert. (nz)