Auch die Frankfurter Staatsanwaltschaft habe bislang keinen Anlass gesehen, neue Ermittlungen im Fall Daschner aufzunehmen. Der Innenminister wies darauf hin, dass der Polizeivizechef selbst in Interviews Anfang 2003 die Folterandrohung als etwas dargestellt habe, wozu er sich allein entschied. Es bestehe ein Widerspruch zwischen dieser Darstellung und dem, was Daschner nun behaupte, sagte Bouffier. Am Donnerstag beginnt der Prozess gegen Daschner.
Der Fraktionschef der Grünen im hessischen Landtag, Tarek Al-Wazir, sagte, sollte sich dort herausstellen, dass Daschner tatsächlich Rückendeckung aus dem Innenministerium erhalten haben, müssten möglicherweise außer dem Ex-Polizeivizechef und dem mitangeklagten Kriminalhauptkommissar weitere Menschen vor Gericht. (nz)