netzeitung.deCDU-Kandidat liegt in Stuttgart vorne

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Wolfgang Schuster (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Wolfgang Schuster
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Amtsinhaber Schuster bleibt Oberbürgermeister von Stuttgart. Grünen-Kandidat Palmer hatte zuvor für ihn eine Wahlempfehlung ausgesprochen.

CDU-Kandidat Wolfgang Schuster hat die Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart geworden. Bei der zweiten Runde der OB-Wahl erhielt er laut vorläufigem amtlichem Endergebnis 53,3 Prozent der Stimmen. Seine Herausfordererin Ute Kumpf (SPD) erhielt 45,2 Prozent. Walter Weiblen von der Partei Bilbeltreuer Christen kam auf 1,3 Prozent.

Im Gegensatz zum ersten Wahlgang vor zwei Wochen reicht beim zweiten Wahlgang die einfache Mehrheit aus. Die Wahl hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, weil der Grünen-Kandidat Boris Palmer nach seinem Rückzug vor dem zweiten Durchgang eine indirekte Wahlempfehlung für Schuster abgab. Das hatte bei der SPD und bei den Grünen im Bund für Aufregung und Empörung gesorgt.

Beim ersten Wahlgang hatte Schuster mit 43,5 Prozent die erforderliche absolute Mehrheit verfehlt. Die 56-jährige Kumpf kam auf 32,8 Prozent, Palmer wurde Dritter mit 21,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 46 Prozent.

Zur Stimmabgabe waren knapp 395.000 Wahlberechtigte aufgerufen. Schuster war 1996 erst im zweiten Wahlgang mit 43,1 Prozent der Stimmen gewählt worden. Damals hatte der SPD-Kandidat Rainer Brechtken nach Ansicht von Kritikern durch sein Festhalten an einer Kandidatur auch im zweiten Wahlgang verhindert, dass Rezzo Schlauch als zweitplatzierter Bewerber erster Grünen-Oberbürgermeister einer Großstadt wurde. 1996 hatte die Wahlbeteiligung bei 53,9 Prozent gelegen. (nz)