Auch Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD) hält nicht viel von einem Auftritt des früheren SPD-Vorsitzenden. Er riet Lafontaine, «nicht zu kommen, um die Demo nicht zu instrumentalisieren». Zugleich äußerte Tiefensee Verständnis für den Bürgerprotest gegen die Arbeitsmarktreform Hartz IV. «Ich finde es wichtig, dass Menschen ihre Ängste artikulieren. Das ist gute Tradition bei den Leipziger Montagsdemos», sagte er in der «Leipziger Volkszeitung».Dies unterstrich auch der Sprecher des Sozialforums, Winfried Helbig. Bei den Leipziger Montagsdemonstrationen sollten «die vom Sozialabbau betroffenen Menschen» zu Wort kommen, meinte er. Dieses Prinzip gelte nach wie vor, sagte er am Freitag der Nachrichtenagentur ddp. Allerdings fügte er hinzu, dass das Sozialforum für die Montagdemonstration am 6. September eine Ausnahmeregelung erwäge.