09. Aug 2004 11:52
Der Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche lehnt Montagsdemonstrationen gegen Hartz IV ab. Die Verwendung des Begriffs hält er nur in Verbindung mit Friedensgebeten für gerechtfertigt.
Nach Auffassung Führers sei die Verwendung des Begriffs Montagsdemonstration zudem nur in Verbindung mit Friedensgebeten gerechtfertigt. «Wir haben die Unruhe der Bevölkerung im Auge, wir haben immer versucht, der Mund der Stummen zu sein, und wollen eben nicht einfach kopflos auf die Straße stürzen», sagte er laut RBB. Für ihn sei eine Demonstration ohne vorherigem Friedensgebet nicht möglich, betontre er. Nur im Friedensgebet würden die Menschen zur Besinnung kommen, Hoffnung fassen und Gewalt an Menschen und Sachen ausschließen, begründete der Pfarrer seine Position.Gleichwohl hält er die Demonstrationen für richtig. Die Unruhe in der Bevölkerung müsse aufgenommen und verbalisiert werden, sagte Führer. Dass sich die Politprominenz darüber aufrege, verstehe er «überhaupt nicht». Zu DDR-Zeiten seien Demonstrationen nicht vorgesehen gewesen. Nun seien sie «ein anerkanntes politisches Mittel». (nz)