Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle sagte der «Welt am Sonntag» hingegen, er wolle für die Rücknahme der Rechtschreibreform kämpfen. «Die neue Rechtschreibung ist so überflüssig wie ein Kropf», sagte er dem Blatt. Daher könne und sollte sie rückgängig gemacht werden. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) ist dafür, dass dies schon im Herbst geschieht. Damit würde man dem Wunsch einer großen Mehrheit der Deutschen nachkommen, sagte der CDU-Politiker der «Bild am Sonntag». Anders sein Parteikollege Dieter Althaus: «Ich bin gegen eine Reform der Reform», sagte der thüringische Ministerpräsident der «Berliner Zeitung.»
Eine Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL ergab laut der Nachrichtenagentur AP eine deutliche Mehrheit für die alte Rechtschreibung. 75 Prozent der lediglich 506 Befragten sprachen sich demnach für die alten Schreibweisen aus. (nz)