netzeitung.deReich-Ranicki findet neue Rechtschreibung dämlich

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Marcel Reich-Ranicki (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Marcel Reich-Ranicki
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Literaturkritiker Reich-Ranicki hat sich für eine Rückkehr zur alten Rechtschreibung ausgesprochen. Die neuen Regeln seien dämlich, sagte er. Thema: Streit um Rechtschreibung Springer und Spiegel kehren zu alter Rechtschreibung zurück DJV: Rechtschreibreform wird scheitern Rechtschreib-Kommission warnt vor Rücknahme der Reform Schweizer Medien folgen eigener Rechtschreibung Kultusministerpräsidentin: Verwirrung wächst Gruner+Jahr und Focus gegen Rückkehr zur alten Rechtschreibung Österreichs Presse bleibt bei neuer Rechtschreibung Leserbriefe zum Streit um die Rechtschreibreform Kommentar: Das Gesetz des Chaos

In der Debatte über die Rechtschreibung in Deutschland hat Marcel Reich-Ranicki für eine teilweise Rücknahme der Reform ausgesprochen. Er wäre glücklich, wenn die alte Rechtschreibung sobald wie möglich wieder gelten würde, sagte er im Südwestrundfunk (SWR).

Zugleich äußerte er scharfe Kritik an den neuen Regeln. Diese seien «dämlich». Er schlug demnach vor, sie nur in einigen Punkten «sparsam und behutsam» zu korrigieren. So solle das «ß» seiner Ansicht nach komplett abgeschafft werden. Das werde in der Schweiz bereits seit langem praktiziert.

Reich-Ranicki räumte zugleich ein, dass es zwar ein schmerzhafter Prozess sei, sich an mögliche Änderungen zu gewöhnen. Dies sei aber nicht zu vermeiden. Schüler, die schon seit Jahren mit der neuen Rechtschreibung lernten, müssten sich wieder umstellen, betonte er. (nz)