19.05.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Nach der Ohrfeige: Gerhard Schröder hält eine Rede bei einer Wahlkampfveranstaltung in Mannheim
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nach der Tätlichkeit gegen Bundeskanzler Schröder hat die SPD Baden Württemberg weitere Konsequenzen gezogen. Der Ohrfeiger wurde aus der Partei ausgeschlossen.
Wegen der Ohrfeige gegen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist der Täter, eine 52-jähriger Mann, aus der SPD ausgeschlossen worden. Dies bestätigte am Mittwoch ein Sprecher der SPD Baden Württemberg.
Der arbeitslose Lehrer, der den Kanzler am Dienstagabend bei einer Parteiveranstaltung geohrfeigt hatte war den Angaben nach erst im Februar Parteimitglied geworden. Laut Parteistatut wird jedoch eine Mitgliedschaft erst nach einem Jahr wirksam. Deshalb habe der Mann so schnell aus der Partei ausgeschlossen werden können, wie der Sprecher sagte. Der Rauswurf erfolgte demnach am Mittwoch, nachdem der zuständige Kreisvorstand Breisgau-Hochschwarzwald entsprechenden Beschluss gefasst hatte.
Die Motive des Mannes für die Ohrfeige blieben indes weiter unklar. Der 52-Jährige aus dem Raum Bad Krozingen hatte Schröder bei einer Veranstaltung in Mannheim mit der flachen Hand geohrfeigt, als dieser gerade neue Parteimitglieder begrüßte. (nz)