Bei der Kontroverse gehe es «im Kern um die Förderung einer Minderheit von weniger als zwei Prozent der in Deutschland lebenden Juden», betonte Spiegel. Dies dürfe nicht auf Kosten der Gemeinschaft von mehr als 100.000 Juden in Deutschland gehen, die vom Zentralrat vertreten würden.Zudem sei nach einem Wort des Rabbiners Leo Baeck die «Geschichte des 'Deutschen Judentums' – nicht aber die der in Deutschland lebenden Juden! – mit der Shoah endgültig untergegangen», gab Spiegel zu bedenken. Damit habe das «liberale Selbstverständnis» der UPJ wenig zu tun. Sie solle daher «sehr vorsichtig» sein, wenn sie sich auf dieses Erbe berufe, empfahl ihr Spiegel. (nz)