netzeitung.deSpiegel wirft Progressiven Juden Verleumdungen vor

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Paul Spiegel (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Paul Spiegel
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Spiegel, hat der Union progressiver Juden vorgehalten, eine Verleumdungskampagne zu führen. Auf diese Weise lasse sich der Streit um Finanzen nicht lösen.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, hat der «Union progressiver Juden in Deutschland» (UPJ) vorgeworfen, im Streit um die finanzielle Förderung mit Bundesmitteln zu unlauteren Mitteln zu greifen. «Verleumdungen und unwahre Behauptungen im Rahmen einer öffentlichen Kampagne schaden nur der gesamten jüdischen Gemeinschaft», sagte Spiegel der «Süddeutschen Zeitung» (SZ).

Offenbar sei die UPJ «nicht bereit, den föderalistischen Aufbau und die Strukturen des Zentralrats zu akzeptieren». Die Bundesmittel seien dem Zentralrat als Bundesverband im Rahmen eines Staatsvertrags zur Verfügung gestellt worden, stellte Spiegel fest. Falls die UPJ eine eigene Bundesförderung erhalten wolle, müsse sie «einen eigenen Staatsvertrag anstreben».
Förderung von weniger als zwei Prozent
Bei der Kontroverse gehe es «im Kern um die Förderung einer Minderheit von weniger als zwei Prozent der in Deutschland lebenden Juden», betonte Spiegel. Dies dürfe nicht auf Kosten der Gemeinschaft von mehr als 100.000 Juden in Deutschland gehen, die vom Zentralrat vertreten würden.

Zudem sei nach einem Wort des Rabbiners Leo Baeck die «Geschichte des 'Deutschen Judentums' – nicht aber die der in Deutschland lebenden Juden! – mit der Shoah endgültig untergegangen», gab Spiegel zu bedenken. Damit habe das «liberale Selbstverständnis» der UPJ wenig zu tun. Sie solle daher «sehr vorsichtig» sein, wenn sie sich auf dieses Erbe berufe, empfahl ihr Spiegel. (nz)