netzeitung.deDeutsche Polizei soll Schmuggel von 1,2 Tonnen Kokain eingefädelt haben

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Beim größten Drogenfund der deutschen Geschichte im Oktober 2002 soll die Polizei ihre Hände mit im Spiel gehabt haben. Daher seien die Dealer mit milden Strafen davongekommen.

Beim größten Rauschgiftfund der bundesdeutschen Kriminalgeschichte soll nach Informationen des Hessischen Rundfunks (hr) die Polizei selbst am illegalen Drogenhandel beteiligt gewesen sein. Im Oktober 2002 waren in Kassel 1,2 Tonnen Kokain beschlagnahmt worden.

Doch die geplante illegale Transaktion wäre ohne Initiative der Polizei gar nicht zustande gekommen, berichtete die «Hessenschau» des hr am Montagabend. Verdeckte Ermittler des hessischen Landeskriminalamtes hätten zuvor in Kolumbien Lieferanten angeheuert und den Transport nach Deutschland gesteuert.
Fünf Jahre Haft für Hauptangeklagten
Das hr-Fernsehmagazin beruft sich auf ihm vorliegende «interne Polizei-Unterlagen». Durch die Beteiligung der Beamten seien auch die milden Urteile für die Rauschgifthändler aus Kolumbien und Spanien zu erklären.

Gegen den Hauptangeklagten habe das Gericht nur fünf Jahre Haft verhängt, so der hr. Auch seine Mitangeklagten seien mit Nachsicht behandelt worden, weil ihre Verteidiger erfolgreich argumentierten, der Drogenhandel sei erst durch die deutsche Polizei ermöglicht worden. Von sich aus hätten die Dealer die Transaktion nicht eingefädelt. (nz)