24. Mrz 2004 09:20, ergänzt 12:07
Der Abbruch von Raus Afrika-Reise sei unvermeidlich gewesen, so Innenminister Schily. Man müsse die Drohung sehr ernst nehmen.
Rau hatte einen Besuch bei den in Dschibuti stationierten deutschen Soldaten abgesagt, nachdem deutsche Sicherheitsdienste einen Anschlag auf ihn befürchteten. Der Bundesnachrichtendienst bestätigte, dass eine entsprechende Drohung eingegangen war. Diese sei geprüft und an das Auswärtige Amt und das Kanzleramt weitergeleitet worden, wo man den Absage der Reise entschieden habe.Das ZDF berichtete, dass die Wagenkolonne Raus in Dschibuti mit Raketen hätte angegriffen werden können. «Bild» dagegen wollte erfahren haben, dass er während seiner Fahrt zum Marinestützpunkt mit einer Autobombe oder beim Verlassen des Flugzeuges in Dschibuti durch einen Mörser-Angriff getötet werden sollte.
«Wir haben die Hinweise sehr genau geprüft», sagte Schily. Im Ergebnis sei Rau empfohlen worden, die Reise nicht anzutreten. Die Drohung sei jedoch «eher regional». Man könne dies nicht auf andere Situationen übertragen. «Aber wir müssen uns auch darauf einstellen, dass sich solche Anschlagsdrohungen auf Europa erstrecken. Das müssen wir ernst nehmen.»
Zurzeit ist Rau auf dem Rückweg nach Berlin. (nz)