Drei Deutsche an Atomhandel mit Pakistan beteiligt
10.02.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Bei den illegalen Vorgängen, an denen maßgeblich der pakistanische Forscher und Nationalheld Abdul Qadeer Khan beteiligt war, handelte es sich Kasuri zufolge um «Aktivitäten in den achtziger und neunziger Jahren». Es sei nun Aufgabe derInternationale Atomenergiebehörde (IAEA), der Bundesregierung die Angaben zu den Deutschen zu übermitteln, so der Minister. Pakistan sei dafür nicht zuständig. Fischer sagte über die drei verdächtigten Deutschen, es handele sich um «Altfälle».
Ein Sprecher des pakistanischen Außenministeriums sagte auf eine Frage nach einer angeblichen Lieferung von Atommaterial an Nordkorea, dies sei «völliger Unsinn». Im Juli 2002 habe eine pakistanische Transportmaschine «nur schultergestützte SA-16-Raketen» in Nordkorea abgeholt, es sei aber «keine Kerntechnik an Bord» gewesen.
Khan hatte vergangene Woche zugegeben, in den 80er und 90er Jahren vertrauliche Informationen an Iran, Libyen und Nordkorea weitergegeben zu haben. Präsident Pervez Musharraf begnadigte ihn daraufhin. (nz)

