08.11.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Henry Nitzsche
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Nitzsche hat nach eigenem Bekunden nichts gegen türkische Mitbürger. Er bot dem deutsch-türkischen Forum in der NRW-CDU ein Gespräch an. Thema: Der Fall Hohmann Hohmanns Antisemitismus «kommt aus der Mitte der Gesellschaft» Stoiber droht Hohmann mit Rauswurf CDU fordert Entschuldigung von Nitzsche für dessen diskriminierende Äußerungen CDU-Abgeordneter diskriminiert Moslems
Der umstrittene CDU-Politiker Henry Nitzsche hat sich nun doch ausdrücklich für seine abfälligen Äußerungen über Muslime entschuldigt. Er habe keine Vorbehalte gegen türkische Mitbürger, betonte Nitzsche am Samstag in einer Erklärung.
Nitzsche verteidigte zugleich ähnliche Äußerungen. Wie er in dem Fax mitteilte, habe er zwar in einem Vortrag zum Thema Zuwanderung vom «letzten Ali aus der letzten Moschee» gesprochen. Doch Kritiker hätten diese Äußerung aus dem Zusammenhang gerissen. Er betonte ausdrücklich, dass das, was er gesagt habe weder ausländerfeindlich noch rechtsextremistisch oder antidemokratisch gewesen sei.
Gespräch angebotenZugleich kündigte Nitzsche an, Kontakt mit dem deutsch-türkischen Forum in der CDU Nordrhein-Westfalen aufnehmen zu wollen. Er sei bereit über die Angelegenheit zu sprechen, heißt es weiter. Der Vorsitzender des Forums, Bülent Arslan, hatte den Parteiausschluss Nitzsches gefordert.
Der sächsische CDU-Politiker hatte in einem Interview zum Wahlverhalten türkischstämmiger Deutscher gesagt, es sei «vergebliche Liebesmüh», um deren Stimmen zu buhlen. Eher werde «einem Moslem die Hand abfaulen», als dass er CDU wähle. (nz)