08.11.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Der bayerische Ministerpräsident Stoiber hat dem CDU-Abgeordneten Hohmann mit Rauswurf aus der Partei gedroht. Die Bundeswehr verbat Hohmann die teilnahme an Wehrübungen.
CSU-Chef Edmund Stoiber hat die Äußerungen des Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann (CDU) als «unsäglich» bezeichnet. Sollte Hohmann sich eine weitere derartige Bemerkung leisten, müsse er aus der CDU ausgeschlossen werden, sagte er der «Bild am Sonntag». «Ich verurteile diese Rede mit Abscheu», sagte Stoiber. Die Äußerungen des hessischen Parlamentariers stünden «außerhalb unseres Verfassungsbogens». Hohmann stehe jetzt «unter schärfster Beobachtung und strengster Bewährung».
Der Fuldaer Abgeordnete hatte in Bezug auf die Rolle von Juden bei der russischen Oktoberrevolution das Wort «Tätervolk» benutzt.
Die Bundeswehr untersagte Hohmann als Konsequenz auf seine Rede die Teilnahme an Wehrübungen. Er werde künftig nicht mehr einberufen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Vertreter des Verteidigungsministeriums. Hohmann ist Major der Reserve. (nz)